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Canyon Endurace:ON 7.0

Canyon Endurace:ON 7.0

13.07.20 06:00 7.612Text: NoPainFotos: Erwin HaidenKonzipiert für Langstrecken auf Asphalt und Schotter: Für 2.999 Euro bekommt der elektroaffine Rennradfahrer extra Unterstützung, um besonders anspruchsvolles, hügeliges Gelände zu erkunden oder mit schnelleren Gruppen zu fahren. 
Test des ersten E-Rennrads aus Koblenz13.07.20 06:00 7.862

Canyon Endurace:ON 7.0

13.07.20 06:00 7.862 NoPain Erwin HaidenKonzipiert für Langstrecken auf Asphalt und Schotter: Für 2.999 Euro bekommt der elektroaffine Rennradfahrer extra Unterstützung, um besonders anspruchsvolles, hügeliges Gelände zu erkunden oder mit schnelleren Gruppen zu fahren. 
Test des ersten E-Rennrads aus Koblenz13.07.20 06:00 7.862

Anders als im MTB- und Trekkingsektor sind E-Rennräder heute noch relativ rar. Auch Canyon brachte sein Endurace:ON vergleichsweise spät auf den Markt. Dafür aber - dank überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis - mit einer kompromisslos umgesetzten Vision: Möglichst vielen aufgeschlossenen Rennradlern, Neueinsteigern und Commutern die nötige Unterstützung zu bieten, um auch anspruchsvolleres Terrain in vollen Zügen genießen zu können.

Alleine unterwegs
Weiter, steiler, schneller, kontrollierter. Mit dem motorunterstützten, breitbereiften Renner machen ausgedehnte Touren im Gelände genau so viel Spaß wie lange und flotte Asphaltpassagen. Bis zum Erreichen der 25 km/h-Marke hat man immer "seinen" Tag, Durchschnittsgeschwindigkeiten darüber erfordern ihren Einsatz und echten Schweiß. Die komfortable Geometrie, der gute Pannenschutz, langlebige Komponenten und die hohe Reichweite von über 90 Kilometern pro Ladung trotzen auch den längsten Abenteuern - vom Ganztagesausflug bis hin zu mehrtägigen Reisen.

In gemischten Rennrad-Gruppen
Hier ist man bergauf immer unter den Stärksten zu finden und kann bergab trotz des höheren Fahrradgewichts dank der satten Straßenlage und der breiten Reifen gut mithalten. Im Flachen sind die individuellen Leistungsunterschiede bis zum Erreichen der 25 km/h-Marke kein wirkliches Thema; bei höheren Geschwindigkeiten muss man trotz des Motors stets auf der Hut sein, den Windschatten nicht zu verlieren, da es einem das massigere Bike nicht unbedingt leichter macht, aufgegangene Löcher aus eigener Kraft zu schließen.

Wer sich für diese oder ähnliche Szenarien bestmöglich rüsten möchte, sollte unbedingt ein Auge auf den komfortable Langstreckenrenner des deutschen Direktversenders werfen. Denn Canyons erstes E-Rennrad kombiniert die hauseigene Endurace-Plattform mit dem neuesten "Black Pepper" Evation-Antrieb von Fazua und besticht obendrein mit seinem günstigen Preis.

Was den ebenfalls aus Deutschland stammenden Fazua-Antrieb mit dem "Black Pepper" Performance-Update von anderen Mittelmotoren unterscheidet? Die maximal 300 Watt und 55 Nm starke Antriebseinheit ist nicht nur schlank im Profil, sondern kann auch entnommen werden, wodurch der Hybridrenner im Handumdrehen zu einem (zugegeben etwas schwereren) "Bio"-Bike mutiert. Außerdem gefällt das subtile Fazua-System mit seiner konstanten Motorleistung im Kadenzspektrum von 55 bis 125 Umdrehungen pro Minute, dem schmalen Q-Faktor, einem noch natürlicheren Fahrgefühl und seinem niedrigen Gewicht von insgesamt 4,6 Kilogramm.

 Fahre wohin du willst, mit wem du willst.
Ohne Nachteile im flachen Gelände oder bei Abfahrten. 

Canyon Endurace:ON mit leichtem Fazua Evation Antrieb

Das Rad: Endurace:ON AL 7

Das neue Endurace:ON basiert auf dem schlanken Aluminiumrahmen des komfortablen Endurace und dem optisch perfekt integrierten Fazua-Evation-Motorsystem. Auch die Geometrie wurde an den hauseigenen Marathonrenner angelehnt, erhielt allerdings bauartbedingt um 10 Millimeter verlängerte Kettenstreben, welche - als positiven Nebeneffekt - eine gesteigerte Laufruhe bieten. Neben der Montagemöglichkeit für Schutzbleche und Gepäckträger besitzt das Alurahmen/Carbongabel-Set integrierte Leitungen und Züge sowie eine maximale, allerdings recht großzügig bemessene Reifenfreiheit von 35 mm - es passen also ziemlich sicher noch breitere Reifen in Rahmen und Gabel. Da die Koblenzer mittelfristig noch nicht mit einem Verkaufsboom bei E-Rennrädern rechnen, wird das Endurace:ON vorerst ausschließlich in der abgespec(k)ten Ausstattungsvariante AL 7 um 2.999 Euro angeboten.

Tech Specs

Rahmen Canyon Endurace:ON, Alu, disc, flat mount 160 mm, internal cable routing Gabel Carbon, disc, FK0074 CF DISC, flat mount 160, internal brake cable routing
Größe S/M/L/XL Kurbel Samox EC38 48T
Motor Fazua Evation 1.0 Akku Fazua Evation 1.0 250 Wh
Bedieneinheit Fazua Evation 1.0 Remote fX Innenlager Integriert in Mittelmotor
Sattelstütze Canyon SP-41 CF, 30.9, 350 mm Sattel Iridium Fitness
Lenker Canyon H17 Ergobar AL, Aluminium, Ergo, Reach 70 mm, Drop 128 mm Griffband Canyon Ergospeed Gel
Vorbau Canyon V15 Bremsen Shimano GRX RX600 Disc, Shimano RT70 160/160 mm
Laufräder Alexrims RXD5C SH11 Reifen Schwalbe E-One Evolution 32 mm
Schalthebel Shimano RX600 1x11, mech Kette KMC X11-93
Schaltwerk Shimano GRX RX812 GS Kassette Shimano SLX M7000 11-42 11s
Gewicht 15,42 kg (ohne Pedale) Preis € 2.999,-

Beim mechanischen Einfach-Antrieb vertraut Canyon auf einen schlauen Mix von Shimanos neuer GRX-Gruppe mit bewährten SLX-Teilen. Zwar bedingt die 1x11-Konfiguration mit dem 48er Kettenblatt und der SLX 11-42er Kassette größere Gangsprünge als 2-fach Antriebe, sorgt aber in Kombination mit der Fazua Evation-Unterstützung für eine ausreichend große Übersetzungsbandbreite mit sanft-flüssiger Leistungsentfaltung. Geschalten und gebremst wird mit GRX RX600-Komponenten, den Kettenwechsel übernimmt das präzise GRX RX812 GS Schaltwerk; eine fulminante Verzögerung wollen die Produktentwickler mit der Kombination von hydraulischen GRX RX600-Scheibenbremsen mit großen 160-mm-RT70-Rotoren und der Traktion der Schwalbe E-One-Reifen in 700 x 32C sichergestellt wissen.

  • Schlanker Aluminiumrahmen mit optisch perfekt integriertem Fazua-Evation-Motor.Schlanker Aluminiumrahmen mit optisch perfekt integriertem Fazua-Evation-Motor.
    Schlanker Aluminiumrahmen mit optisch perfekt integriertem Fazua-Evation-Motor.
    Schlanker Aluminiumrahmen mit optisch perfekt integriertem Fazua-Evation-Motor.
  • Canyon SP-41 CF Sattelstütze mit 27,2 mm Durchmesser und 8 mm Setback für Komfort und Steifigkeit auf gutem Niveau.Canyon SP-41 CF Sattelstütze mit 27,2 mm Durchmesser und 8 mm Setback für Komfort und Steifigkeit auf gutem Niveau.
    Canyon SP-41 CF Sattelstütze mit 27,2 mm Durchmesser und 8 mm Setback für Komfort und Steifigkeit auf gutem Niveau.
    Canyon SP-41 CF Sattelstütze mit 27,2 mm Durchmesser und 8 mm Setback für Komfort und Steifigkeit auf gutem Niveau.
  • Das Shimano GRX RX812 Schaltwerk und die SLX 11-42 Kassette zeichnen sich durch leise und präzise Schaltvorgänge aus.Das Shimano GRX RX812 Schaltwerk und die SLX 11-42 Kassette zeichnen sich durch leise und präzise Schaltvorgänge aus.
    Das Shimano GRX RX812 Schaltwerk und die SLX 11-42 Kassette zeichnen sich durch leise und präzise Schaltvorgänge aus.
    Das Shimano GRX RX812 Schaltwerk und die SLX 11-42 Kassette zeichnen sich durch leise und präzise Schaltvorgänge aus.
  • Bremspower satt: Shimano GRX 600 Bremsen mit RT70 Discs in 160 mm.Bremspower satt: Shimano GRX 600 Bremsen mit RT70 Discs in 160 mm.
    Bremspower satt: Shimano GRX 600 Bremsen mit RT70 Discs in 160 mm.
    Bremspower satt: Shimano GRX 600 Bremsen mit RT70 Discs in 160 mm.

Kostengünstige, aber nicht minder hochwertige Canyon-Komponenten wie ein H17-Lenker, der V15-Vorbau aus Aluminium und die SP-41 CF Carbon-Sattelstütze kombinieren Komfort und Steifigkeit auf gutem Niveau und passen perfekt ins Gesamtkonzept. Das Gesamtgewicht fällt weder superleicht noch sackschwer aus; die Waage pendelt sich bei vernünftigen 15,4 Kilogramm ein. Als einziges Manko ließen sich nur die relativ schweren und glanzlosen Alexrims RXD5C-Laufräder identifizieren, welche zudem ab Werk nicht mit Tubeless-Tapes ausgestattet und ohne passender Tubeless-Ventile ausgeliefert werden.

Die Geometrie

Canyon verspricht eine komfortable und ergonomische Sitzposition sowie - dank clever gewählter Steuerrohr- und Sattelrohr-Winkel - ein direktes, agiles Handling. In der Praxis fällt die Sitzposition, wie auch beim nicht motorisierten Marathonrenner Endurace, mäßig gestreckt, aber nicht aggressiv aus und ist damit perfekt für lange aber eher sportliche Rennradtouren prädestiniert. Um den Antrieb zu integrieren, mussten die Kettenstreben allerdings um zehn Millimeter verlängert werden, was dem Rad einerseits eine enorme Laufruhe und Fahrstabilität bescherte, dafür andererseits, nicht zuletzt wegen der angestrebten Geometrie, die Konstruktion kleinerer Größen für Fahrer unter 1,70 nicht möglich machte. Das Endurace:On AL ist somit lediglich in vier Größen erhältlich und eignet sich laut dem Canyon-Konfigurator für Personen zwischen 1,70 m und 1,96 m.

Geometrie

S M L XL
Körpergröße (cm) < 178 cm 178-184 cm 184-190 cm > 190 cm
Sitzhöhe (mm) 688 - 788 728 - 828 748 - 848 773 - 873
Sitzrohr (mm) 480 520 540 565
Steuerrohr (mm) 138 159 182 208
Oberrohr (mm) 556 567 580 601
Lenkwinkel (°) 72,5° 73° 73° 73,25°
Sitzrohrwinkel (°) 73,5° 73,5° 73,5° 73,5°
Kettenstrebe (mm) 425 425 425 425
Tretlagerabsenkung (mm) 73 73 73 73
Radstand (mm) 1007 1014 1027 1045
Stack (mm) 573 595 617 643
Reach (mm) 386 391 398 410
Überstandshöhe (mm) 774 800 827 852
Spacer (mm) 27,5 27,5 27,5 27,5
Vorbaulänge (mm) 90 100 110 120
Lenkerbreite (mm) 380 400 420 440
Kurbellänge (mm) 170 170 170 170
Sattelstützenlänge (mm) 350 350 350 350
Max. Einschub d. Sattelstütze (mm) 190 190 190 190

Obwohl mir der Canyon-Konfigurator die Rahmengröße Small errechnete, kam ich mit meiner Körpergröße von 1,75 cm und einer Schrittlänge von 84 cm mit dem Testrad in Größe Medium außerordentlich gut zurecht und saß relativ ambitioniert und keinesfalls zu kurz darauf.
Ich bin mir allerdings sicher, dass die Größe S auch gepasst hätte, wenngleich die Überhöhung Marathon-untypisch etwas groß ausgefallen wäre. Schlussendlich basieren aber all diese automatisierten Größenempfehlungen auf einem Standard-Algorithmus, der wohl für die Mehrheit der Durchschnittskäufer passt, aber auf morphologische Eigenheiten und Gewohnheiten sowie individuelle Vorlieben keine Rücksicht nimmt.

Der Motor: Fazua Evation mit der Black Pepper Firmware 2.0

Schon die erste Version des Evation-Antriebs des 2013 gegründeten Münchner Unternehmens Fazua ("fahr zu") bestach neben der formschönen Mittelmotor-/Akku-Integration im Unterrohr und dem relativ geringen Gewicht besonders mit seinen Fahreigenschaften. Nun erhielt der Fazua Evation mit dem "Black Pepper Performance-Update" eine überarbeitete Software sowohl für die Antriebseinheit (Evation Motor Software 2.0) als auch für den Konfigurator (Toolbox Software 2.0) zur besseren Leistungsmodulation, für mehr Individualität und ein noch natürlicheres Fahrgefühl – sogar rückwirkend für bestehende Systeme. Und kurz vor Erscheinung dieses Tests erfuhr auch die Smartphone Software (Connectivity Software 2.0) einige weitreichende Updates für eine größere Kompatibilität mit Drittgeräten.

Evation Motor Software 2.0
Hardwaremäßig blieb selbstverständlich alles beim Alten. Auch die Charakteristik der bisherigen Motorsoftware wurde nicht gänzlich über den Haufen geworfen, sondern anhand biomechanischer Gesichtspunkte gezielt nachgeschärft. Das Resultat ist eine deutlich gesteigerte Kraftentfaltung über ein breiteres Trittfrequenzspektrum mit einem überarbeiteten Algorithmus, der das Ansprechverhalten des Motors optimal an das individuelle Tretverhalten des Fahrers und entsprechend der jeweiligen Fahrsituation adaptiert.

In Zahlen: Die herausnehmbare Motor-, Elektronik- und Batterieeinheit wiegt in Summe weiterhin ihre 3,3 kg, liefert bis zur gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h eine Nennleistung von nunmehr max. 300 Watt (mechanisch) bzw. max. 450 Watt (elektrisch) und supportet gleichmäßig mit einem Drehmoment von 55 Nm über das breitere Trittfrequenzspektrum von 55-125 Kurbelumdrehungen pro Minute. Der Akku selbst wiegt 1,4 kg und leistet 252 Wattstunden. Ab Geschwindigkeiten über 25 km/h entkoppelt der Freilauf den Motor vollständig vom Getriebe, sodass rennradtypische Durchschnitts- und Spitzengeschwindigkeiten aus eigener Kraft und ohne spürbare Zusatzreibung erreicht werden können.

Motorleistung vs. Kadenz

Toolbox Software 2.0
Nach dem Update auf die neue Evation Motorsoftware können in der ebenfalls überarbeiteten Desktop-Software für PC und Mac (Toolbox Software 2.0) die Fahrmodi vom User verändert werden. Mit den drei Parametern Max Power, Support Relation und Ramp-Up kann erstmals das Fahrverhalten des Rades auf individuelle Bedürfnisse und Vorlieben angepasst werden.

  • Neuer Customizer: Default Werte (z.B. max 250 Watt im Rocket-Modus)Neuer Customizer: Default Werte (z.B. max 250 Watt im Rocket-Modus)
    Neuer Customizer: Default Werte (z.B. max 250 Watt im Rocket-Modus)
    Neuer Customizer: Default Werte (z.B. max 250 Watt im Rocket-Modus)
  • Beispiel für individuelle Konfig: 300 Watt im Rocket-ModusBeispiel für individuelle Konfig: 300 Watt im Rocket-Modus
    Beispiel für individuelle Konfig: 300 Watt im Rocket-Modus
    Beispiel für individuelle Konfig: 300 Watt im Rocket-Modus
Fahrmodi Charakteristik

Ein Tritt ins Pedal und der Motor startet. Je nach Fahrmodus und Ramp-Up-Einstellung erhält man einen sanften Schub oder eine kräftige Anfahrhilfe, um schneller und leichter auf Tempo zu kommen. Nach dem Black Pepper Performance Update wurde zudem das Verhältnis zwischen Fahrleistung und Motorunterstützung (Support Relation) noch differenzierter zwischen den drei Fahrmodi abgegrenzt.

Breeze Default: Gefühlvolle und sanfte Beschleunigung mit einem konstanten, 100 Watt* starken Rückenwind schon bei geringer Fahrerleistung.

River Default: Kräftigere, aber dennoch natürliche Beschleunigung für ein fließendes Fahrgefühl. Die Stärke der Unterstützung folgt präzise der eigenen Leistung. Fährt man locker, unterstützt der Motor nur leicht, tritt man kräftiger, gibt auch der Motor mehr Gas (max. 210 Watt*).

Rocket Default: Starke und spürbare Beschleunigung, die schon bei moderater Fahrerleistung hilft, die steilsten Anstiege zu bewältigen (max. 250 Watt*)

* Die Wattwerte in der Klammer entsprechen der jeweiligen Grundeinstellung und lassen sich in der Toolbox Software 2.0 nach oben bzw. unten abändern.

  • Support Relation 2.0Support Relation 2.0
    Support Relation 2.0
    Support Relation 2.0
  • Ramp-Up 2.0Ramp-Up 2.0
    Ramp-Up 2.0
    Ramp-Up 2.0

Connectivity Software 2.0 Update
Ab sofort lassen sich die generierten Leistungswerte (in Watt), Geschwindigkeit und Trittfrequenz live auf dem verbundenen Drittgerät anzeigen - sei es das Smartphone, ein Navigationsendgerät, ein Fahrradcomputer mit Display oder Wearables verschiedener Marken. Drittgeräte sind grundsätzlich kompatibel, wenn sie über eine Bluetooth-Schnittstelle 4.0 oder höher verfügen.

Unter anderem können die folgenden Geräte verbunden werden:
Garmin Edge 530 / 830 / 1030, Fenix 5 Plus Series / Fenix 6, Forerunner 945, MARQ
Sigma ROX 12.0 / iD EOX
Wahoo ELEMNT ROAM / ELEMNT BOLT


Bedieneinheit

Das Endurace:ON 7.0 ist bereits mit der vollständig im Rahmen integrierten Bedieneinheit "Fazua Remote fX" ausgestattet, die förmlich mit dem Bike verschmiltzt und das E-Roadbike noch aufgeräumter und eleganter aussehen lässt. Leider packten sie Canyons Entwickler in das Unterrohr, was das Ablesen bzw. Verstellen der Modi sowie das Monitoring des Akkustandes unnötig erschwert. Denn aus Fahrersicht wird das Bedienelement die meiste Zeit vom Oberrohr vollständig verdeckt. Von diesem Manko einmal abgesehen, wirken Darstellung und Haptik vom Remote fX sauber gelöst und eine blinde Bedienung sollte nach kurzer Eingewöhnungszeit intuitiv möglich sein.

Die sensible Touchfläche erlaubt das An- und Ausschalten sowie das Wechseln zwischen den vier verfügbaren Fahrmodi: Weiß leuchtende LEDs bedeuten keine Unterstützung, Grün (Breeze max. 100W mechanisch), Blau (River max. 210W mechanisch) und Rot (Rocket max. 250W mechanisch) indizieren die drei Unterstützungsstufen*. Akkuladestand und Systemzustand könn(t)en "auf einen Blick" über die fünf LEDs abgelesen werden, ein intelligenter Lichtsensor passt zudem die Helligkeit der LEDs den äußeren Bedingungen entsprechend an.

* Die hier angegebenen Werte entsprechen dem Default und können mit der Toolbox 2.0 Software vom User individuell angepasst werden.

  • Die Bedieneinheit wurde schön integriert, ist aber schwer ablesbar.Die Bedieneinheit wurde schön integriert, ist aber schwer ablesbar.
    Die Bedieneinheit wurde schön integriert, ist aber schwer ablesbar.
    Die Bedieneinheit wurde schön integriert, ist aber schwer ablesbar.
  • Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung trotzdem einfach und intuitiv.Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung trotzdem einfach und intuitiv.
    Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung trotzdem einfach und intuitiv.
    Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung trotzdem einfach und intuitiv.
Einschalten des Fazua Motors

Zur Inbetriebnahme des Systems drückt man zwei Sekunden lang die Touchfläche an der Bedieneinheit. Wurde das Bike über mehrere Stunden nicht bewegt, befindet sich der Akku im Schlafmodus und muss zuvor mitsamt des Drivepacks aus dem Rahmen herausgenommen (bzw. am oberen Teil des Unterrohrs herausgekippt) und per Hauptschalter re-aktiviert werden - ein kleiner Zusatzschritt, den man unserer Meinung nach eleganter hätte lösen können. Aber auch zum Aufladen möchte die Antriebseinheit (Akku und Drivepack) vollständig aus dem Unterrohr entnommen werden. Dazu muss das seitlich im Unterrohr integrierte Abus-Schloss aufgeschlossen und die mechanische Entriegelung mittels eines schlecht erreichbaren und relativ schwergängigen Hebels betätigt werden. In neun von zehn Fällen löst sich die Antriebseinheit planmäßig ein Stückchen aus ihrer Verankerung und bleibt im Verschlussmechanismus hängen, was die einhändige Entnahme erlaubt. Im schlimmsten Fall wird sie allerdings zu ungestüm ausgeworfen und detoniert wie eine Fliegerbombe am Asphalt.

Profitipp: Den Abus-Schlüssel sollte man besser immer bei sich haben, denn der Akku kann ausschließlich bei geöffnetem Schloss zum Einschalten bzw. Aufladen entnommen werden. Hingegen lässt sich der Schlüssel nur bei geschlossenem Schloss abziehen. Sprich, einerseits kann ein Akku im Schlafmodus ohne Schlüssel nicht aktiviert werden, andererseits wird es Dieben schwerer gemacht, sich am E-Renner bzw. am Akku zu vergreifen.

  • Aufsperren mit dem Abus-Schlüssel.Aufsperren mit dem Abus-Schlüssel.
    Aufsperren mit dem Abus-Schlüssel.
    Aufsperren mit dem Abus-Schlüssel.
  • Betätigen des Hebels zur Entriegelung.Betätigen des Hebels zur Entriegelung.
    Betätigen des Hebels zur Entriegelung.
    Betätigen des Hebels zur Entriegelung.

Dass der Fazua Verschlussmechanismus im Falle des Endurace:ON noch nicht zur Gänze ausgereift ist, belegt - neben dem problematischen Auswurf - die Tatsache, dass Akku und Elektronik nach einer längeren Regenfahrt bzw. einer extensiven Radwäsche per Gartenschlauch großflächig unter Wasser standen. Zwar ließen sich während des Betriebs keinerlei Einschränkungen erkennen, dennoch sollte man diesen Qualitätsmangel kritisch im Auge behalten - ganz besonders vor dem Nachladen.

  • Mechanismus Mangel #1: schwergängigMechanismus Mangel #1: schwergängig
    Mechanismus Mangel #1: schwergängig
    Mechanismus Mangel #1: schwergängig
  • Mechanismus Mangel #2: unsicherMechanismus Mangel #2: unsicher
    Mechanismus Mangel #2: unsicher
    Mechanismus Mangel #2: unsicher
  • Mechanismus Mangel #3: undichtMechanismus Mangel #3: undicht
    Mechanismus Mangel #3: undicht
    Mechanismus Mangel #3: undicht

Downtube-Cover und Ladegeräte

Während das Getriebe des Systems fest im Tretlagerbereich verbaut ist, kann das sogenannte Drivepack, also die Einheit aus Motor und Akku, permanent entnommen und durch ein optional erhältliches 490 g leichtes Downtube-Cover ersetzt werden. Mit diesem Zubehör kann man das Rad auch ohne der Antriebseinheit fahren, rund 2,9 kg Gewicht einsparen und den gewonnenen Platz im Rahmen als Kofferraum für Riegel, Pannenset oder die Regenjacke nutzen. Es verbleiben lediglich das 1,31 kg schwere Tretlagergetriebe, die Verkabelung sowie die Bedieneinheit im Rad und das hier vorgestellte Endurace:ON 7.0 käme ohne Pedale auf fahrfertige 12,52 kg.

Das mitgelieferte Ladegerät lädt den Fazua Akku über einen Magnetstecker mit 2 Ampere. Somit ist der Akku nach 3-4 Stunden voll aufgeladen. Nach 2 Stunden waren bereits 80% des Ladestands erreicht. Zwar fällt das 550 g schwere Ladegerät recht kompakt aus, wer es allerdings auch zu Mehrtagestrips mitnehmen möchte, dem sei der brandneue Fazua Charger X um 99 Euro empfohlen. Dieser ist kleiner, leichter und zudem günstiger als sein Vorgänger und eigenet sich dadurch noch besser zum Mitführen im Rücksack.

In der Praxis

Wie bereits mehrfach kritisiert, lässt sich ein im Ruhezustand befindlicher Fazua Evation Antrieb nicht über das Bedienelement im Unterrohr, sondern ausschließlich über den Hauptschalter direkt am Akku aktivieren. Das bedeutet: Schlüssel rein ins Schloss, Schlüssel drehen, Verschlussmechanismus betätigen, eventuell das ausgeworfene Drivepack vor der Detonation bewahren, Power-On-Knopf drücken, Drivepack wieder im Unterrohr einklicken, Schloss verschließen und Schlüssel abziehen. Klingt so aufgelistet etwas mühsam, ist aber in der Realität kein wirklicher Showstopper. Sobald
diese Hürde genommen ist, funktioniert jedoch alles einwandfrei und wie am Schnürchen. In der Tat sind die mechanische Umsetzung der Akku-Entnahme sowie die etwas unglückliche Integration des Bedienelements im Unterrohr die beiden einzigen wirklichen Minuspunkte des Endurace:ON 7.0.

Einmal aufgestiegen, gefällt das Marathon-E-Rennrad sofort mit seiner eher aufrechten, entspannten, aber keinesfalls unsportlichen Sitzposition sowie mit seinem gutmütigen Fahrverhalten mit sehr stabilem Geradeauslauf. Trotz des langen Radstands lässt sich das Rad, nicht zuletzt wegen seines 73° Lenkwinkels in Größe Medium, ausreichend agil in die Radien drücken, wenngleich man in sehr engen Kurven deutliche Lenkimpulse geben muss. Je weiter und schneller die Kurven, umso mehr fühlt sich das Endurace:ON in seinem Element. Schnellen Abfahrten nehmen die kraftvollen und perfekt dosierbaren Shimano GRX RX600-Bremsen den Schrecken; auch bei grobem Untergrund oder auf Schotter macht das Canyon dank seiner ausladenden GRX STI-Hebeln stets eine gute Figur und versprüht ein Maximum an Sicherheit und Kontrolle.

Komfortmäßig bewegt sich das Canyon trotz seines Alu-Rahmens im grünen Bereich, was sich wohl auf die gute Dämpfung der breiten Schwalbe Reifen, des Laufradsatzes und der Carbon-Gabel zurückzuführen lässt. Mit passendem Tubeless-Felgenband samt -Ventil wäre da aber sicherlich noch mehr drin.

Engine is King

Absolutes Highlight ist der Fazua-Antrieb, der mit dem kostenlosen Black Pepper-Update zu seiner absoluten Höchstform aufläuft. Gleich nach Aktivierung des zurückhaltenden Breeze-Modus (grün, max. 100 Watt) geht der Fazua-Motor noch leiser und unauffälliger als gewohnt zu Werke, so dass man im Flachen gänzlich auf die Unterstützung vergisst und sich voll und ganz auf's eigentliche Radfahren konzentrieren kann. Abgesehen davon lässt sich das Fazua-Bike über 25 km/h auch weiterhin ohne spürbaren Tretwiderstand pedalieren.

Im progressiven RiverMode ist das Fahrgefühl - je nach persönlicher Einstellung - ebenfalls sehr natürlich; die Geräusche des Motors gehen größtenteils im Fahrtwind und in den Abrollgeräuschen unter. Wie sich hingegen der Übergang an der 25-km/h-Schwelle anfühlt, ist nun ausschließlich von den individuellen Einstellungen (Max. Power, Support Relation und Ramp-Up) abhängig. Je höher die Eigenleistung und geringer die zugeschaltete Motorleistung, umso fließender der Übergang und umso natürlicher das Fahrgefühl. Umgekehrt, also je niedriger die Eigenleistung und größer die zugeschaltete Unterstützung, umso stärker bzw. abrupter der Übergang. Dank der neuen Einstellmöglichkeiten in der Toolbox 2.0 Software kann der Fahrer nun in jedem Modus zwischen leichtem Rückenwind fürs sportliche Training oder viel Schub für entspanntes Commuting wählen.

Lediglich das Ein- und Aussetzen des Motors im Rocket-Modus hat sich etwas negativ verändert. Nach dem Update ist der Übergang aufgrund der höheren Motorleistung stärker spürbar und auch der grob verzahnte Freilauf macht mehr Geräusche beim Rollen und klackt beim Einrasten lauter als zuvor.

Trotz der begleitenden Motorunterstützung gilt es, die Gänge genauso (oft) zu bedienen wie an einem normalen Rad. Einerseits, um Gelenke, den Fazua-Antrieb sowie Kette und Ritzel zu schonen, andererseits, um die Trittfrequenz möglichst im optimalen Bereich zu halten, da sich der gewählte Gang nicht nur auf die Geschwindigkeit, sondern auch ganz besonders auf die Reichweite auswirkt. Mit dem Black-Pepper-Antrieb empfiehlt Fazua Trittfrequenzen zwischen 55-125 Umdrehungen pro Minute (früher: 65-85 rpm), weshalb sich die hier verbaute 1x11 Gravel-Übersetzung bestens bewährt. Zwar sind die Gangsprünge spürbar größer als bei herkömmlichen 2-fach-Antrieben, aber die Übersetzung funktioniert in Verbindung mit dem breiten Trittfrequenz-Spektrum auch an steilen Anstiegen sehr gut.

Bezüglich der Reichweite verspricht Canyon im Breeze-Modus bis zu 90 Kilometer pro Ladung. Wir glauben es, denn obwohl wir bei unseren Testfahrten weder Motor noch Akku geschont haben, schafften wir mehr Kilometer. Dennoch ist eine pauschale Angabe der Reichweite nicht möglich, da sie nicht nur von den Wattstunden des Akkus und von der Leistung des Motors abhängt, sondern auch von vielen anderen Faktoren, wie beispielsweise der individuellen Motorkonfiguration, der Fahrweise, dem Luftdruck, dem Fahrergewicht, den zurückgelegten Höhenmetern und ganz besonders den gefahrenen Kilometern oberhalb der unsupporteten 25-km/h-Grenze. Sprich: Wer öfters schneller (über 25 km/h) fährt, kommt deutlich weiter als jemand, der unter 25 km/h permanent den Motor beschäftigt.

Die Angst vor einem leeren Akku wäre jedoch völlig unbegründet, denn die Schaltung funktioniert mechanisch und das Canyon fährt sich auch ohne Motorunterstützung wie ein ganz normales (wenngleich relativ schweres) Endurance-Rennrad. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und das 75 Kilometer lange Fotoshooting muskelbetrieben durchs Waldviertel gemacht - denn Nopain hatte leider vergessen, den Akku aufzuladen, weshalb schon nach wenigen hundert Metern Schluss mit dem lustigen Rückenwind war, allerdings nicht Ende Gelände.

Fazit

Endurace:ON 7.0
Modelljahr: 2020
Preis: € 2.999,-
+ Leiser, unauffälliger aber sehr dynamischer Motor
+ Fazua "Black Pepper" Software 2.0 Update
+ Rennradgeometrie mit gutem Mix aus Komfort, Laufruhe und Handling
+ Preis/Leistung
o Aktivierung des Antriebs am Akku (Entnahme per Schlüssel)
o Gesamtgewicht
- Integration der Fazua-Bedieneinheit im Unterrohr
- Akku-Entnahmemechanismus inkl. Feuchtigkeitseintritt im Akkufach
BB-Urteil: Günstiger Einstieg in die Welt der E-Roadbikes für performanceorientierte E-Rennradler und Commuter.


Spät, aber doch bereichern nun auch die Koblenzer das junge E-Rennrad-Segment mit einem performanceorientierten, optisch ansprechenden Endurance-Modell samt integrierter Motorunterstützung. Trotz seines strammen Gewichts von 15,42 kg in Größe M gefällt das Endurance-Rennrad sowohl motorisiert, als auch unmotorisiert mit seinem gutmütigen Handling, dem stabilen Geradeauslauf und ausreichend agilem Handling. Bedenkt man den Kaufpreis von äußerst günstigen 2.999 Euro, gehen das Gewicht und die einfach gehaltenen Laufräder in Ordnung. Bei der restlichen Ausstattung sowie den hauseigenen Komponenten gibt es ohnehin nichts zu meckern.

Das kostenlose Fazua Black Pepper-Update steigert die Performance der Motorunterstützung fast auf das Niveau bekannter Allround-Motoren - bei niedrigerem Gewicht, natürlicherem Fahrgefühl und weniger Akkuverbrauch - laut Canyon soll eine Akku-Ladung für 90 Kilometer reichen. Parallel überzeugen auch die neue Toolbox 2.0 Desktop Software sowie die App- und Remote-Updates für Drittgeräte.

Abgesehen von einigen bauartbedingen Mängeln, wie dem etwas hatscherten Akku-Verschlussmechanismus und der nachteilig integrierten Bedieneinheit im Unterrohr, ist das Endurace:ON 7.0 ein echter Geheimtipp für ambitionierte Fahrer, die den zusätzlichen Rückenwind beim Grundlagentraining schätzen, Tourenfahrer, welche sich nahezu schwerelos auf jeden Pass shutteln lassen können, sowie Commuter oder Wellnessfahrer, die ein Fortbewegungsmittel mit sportlichen Rennradgenen und dem Fahrkomfort eines Pedelecs suchen.


Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Admin Avatar von NoPain
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    Canyon Endurace:ON 7.0

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von 123mike123
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    Für längere commutes sicher ein feines Teil, aber zum Glück ist mein Arbeitsweg zu kurz und mit wenig hm gespickt.

  3. #3
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    Wann erfindet endlich mal jemand was sinnvolles wie die E-Hantel?? Dieses ständige Gewichtheben in der Muckibude ist auf Dauer echt zu anstrengend...

  4. #4
    Admin Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von Quanik Beitrag anzeigen
    Wann erfindet endlich mal jemand was sinnvolles wie die E-Hantel?? Dieses ständige Gewichtheben in der Muckibude ist auf Dauer echt zu anstrengend...
    Ebenfalls sinnvoll, Desinteresse vorausgesetzt: die E-Stories auf Bikeboard per Filter zu deaktivieren. Dann bleibt dir dieser Content erspart und dem Rest deine entbehrlichen Kommentare dazu.

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Weight Weenie
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    Aus wirklichem Interesse - schafft man mit so eine Rad zB die Auffahrt auf den Schoberstein in OÖ, mit seiner 30% Rampe auf losem Schotter - dem Schreibachfall?

    Reicht da so eine Übersetzung? Hilft mir da der Motor soviel weiter? Oder sind da ohnehin die Reifen der limitierende Faktor?

    Ich überlege immer noch ob 2fach nicht einfach sinnvoller wäre (für mich)

  6. #6
    Admin Avatar von NoPain
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    Mit Motor reicht die Einfachschaltung. Ohne Motor wird es verdammt eng. Hab das schon mal rein muskelbetrieben mit 40x42 auf Asphalt probiert und es resultierte in einem unsäglichen Gewürge. Auf losem Schotter funkt das nicht. Eventuell mit 650B und superbreiten Stollenreifen.

    Aber wie auch immer: mit diesen Reifen (RR Slicks? kommst auf losem Schotter bei so einer Steigung nicht voran.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Weight Weenie
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    Stimmt, verschaut. Ich dachte da sind eh Gravel Reifen montiert.

    Ohne Motor wirds bei mir nicht nur eng - sondern unmöglich vermutlich Bin ja ein blader Hund mit wenig Training .D

  8. #8
    dafredl
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    Ich find das Rad super, nicht für mich. Für meinen Vater. Der ist über 80 Jahre.
    Fährt gerne Rennrad und konnte die letzten Jahre nicht mehr Berge fahren, weil die Kraft fehlte.
    Mit dem Canyon Endurace:ON kann er nun wieder ein paar Hügerl fahren und muß nicht nur den Donauradweg auf und ab fahren.
    Ich freu mich für ihn. War aber ein langer Kampf, weil E Bike geht gar nicht. Jetzt rollt er aber gerne damit.
    "Es ist besser den Mund zu halten und für einen Narren gehalten zu werden,
    als den Mund zu öffnen und alle Zweifel zu beseitigen."
    Lisa M. Simpson

  9. #9
    Admin Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von dafredl Beitrag anzeigen
    Ich find das Rad super, nicht für mich. Für meinen Vater. Der ist über 80 Jahre.
    Fährt gerne Rennrad und konnte die letzten Jahre nicht mehr Berge fahren, weil die Kraft fehlte.
    Mit dem Canyon Endurace:ON kann er nun wieder ein paar Hügerl fahren und muß nicht nur den Donauradweg auf und ab fahren.
    Ich freu mich für ihn. War aber ein langer Kampf, weil E Bike geht gar nicht. Jetzt rollt er aber gerne damit.
    Super. Da hat er das Potential richtig erkannt. Schau mal bei Gelegenheit ob er eh das neueste Update drauf hat. Das macht schon einen Unterschied, und wenns nur die längere Akkulaufzeit ist.

  10. #10
    dafredl
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    Ja, steht schon auf der Todo Liste.
    Hab im gestern den Link zum Beitrag geschickt, er hat zurück geschrieben:
    Super Bericht, Alles was hier beschrieben ist, ist mir auch schon passiert oder hab ich fest gestellt.

    Ich hoffe aber er lädt den Akku auf, bevor er zu einem Fotoshooting fährt
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  11. #11
    Admin Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von dafredl Beitrag anzeigen
    Ja, steht schon auf der Todo Liste.
    Hab im gestern den Link zum Beitrag geschickt, er hat zurück geschrieben:
    Super Bericht, Alles was hier beschrieben ist, ist mir auch schon passiert oder hab ich fest gestellt.

    Ich hoffe aber er lädt den Akku auf, bevor er zu einem Fotoshooting fährt
    Akku immer laden und nach dem Schlüssel-dreh auffangen. Dann kann nix schiefgehen. ;-)

  12. #12
    Carboloading everyday! Avatar von BikeBär
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    Zwar immer noch nicht besonders hübsch, aber es wird
    Ich hab zwar hoffentlich noch eher Jahrzehnte als Jahre bis zur Bike-Motorisierung, find aber die Entwicklung spannend und für Leute wie z.B. den 80jährigen Vater wirklich eine coole Sache.
    Das rechtliche 25km/h-Limit is halt am Rennrad schon arg knapp. De facto hat man den Motor nur für Steigungen und argen Wind mit (dafür kann natürlich das Radl nix).
    Interessieren würden mich Beispiele/Tests, wie weit man bei sparsamer Motornutzung ohne Nachladen kommt.

  13. #13
    Moderator Avatar von NoWin
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    Zitat Zitat von BikeBär Beitrag anzeigen
    Zwar immer noch nicht besonders hübsch, aber es wird
    Ich hab zwar hoffentlich noch eher Jahrzehnte als Jahre bis zur Bike-Motorisierung, find aber die Entwicklung spannend und für Leute wie z.B. den 80jährigen Vater wirklich eine coole Sache.
    Das rechtliche 25km/h-Limit is halt am Rennrad schon arg knapp. De facto hat man den Motor nur für Steigungen und argen Wind mit (dafür kann natürlich das Radl nix).
    Interessieren würden mich Beispiele/Tests, wie weit man bei sparsamer Motornutzung ohne Nachladen kommt.
    20 miles/hour wäre sicher interessant, aber wir sind nicht in Trump Land.

  14. #14
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    Zitat Zitat von 123mike123 Beitrag anzeigen
    Für längere commutes sicher ein feines Teil, aber zum Glück ist mein Arbeitsweg zu kurz und mit wenig hm gespickt.
    Ich hab mich jetzt wieder dabei erwischt, das Endurace ON für einen Moment als Pendelrad in Erwägung zu ziehen. Ein E-Bike ist für 25-30 km pro Strecke und heimwärts 400-700 hm quasi prädestiniert. Allerdings ist mir der Mehrwert von E nicht groß genug bzw. habe ich beim Testen - sogar eines S-Pedelecs - auch Nachteile für mich entdeckt: Ich bin mit dem Rennrad nicht viel langsamer, etwas ins Schwitzen komm ich auch mit Elektroantrieb, ich werd bei Regen genauso nass, es ist im Winter genauso kalt, aber ich hab weniger Training und muss das Ding kaufen, ständig laden, warten... Aber sobald Canyon der erste E-Velomobil rausbringt, sind wir im Geschäft