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MTB-WM: 3 Medaillen

MTB-WM: 3 Medaillen

30.08.21 08:47 717Text: PM, NoManFotos: Armin Küstenbrück/EGO Promotion, Hartmann (Cover)U23-Doppelsieg für Mona Mitterwallner und Laura Stigger im XCO, Bronze für Hannes Slavik im Fourcross. Österreichs Downhiller gingen leer aus. 30.08.21 08:47 1.056

MTB-WM: 3 Medaillen

30.08.21 08:47 1.056 PM, NoMan Armin Küstenbrück/EGO Promotion, Hartmann (Cover)U23-Doppelsieg für Mona Mitterwallner und Laura Stigger im XCO, Bronze für Hannes Slavik im Fourcross. Österreichs Downhiller gingen leer aus. 30.08.21 08:47 1.056

Alle Disziplinen waren am Kalender der diesjährigen MTB-WM in Val di Sole gestanden; alle Favoriten, sofern nicht verletzt oder sonst wie verhindert, waren gekommen; und doch gab's am Ende auch ein paar Überraschungen.
Mit Nino Schurters neuntem WM-Gold in der Elite-Klasse (der Schweizer ist damit gleichzeitig jüngster und nun auch ältester Cross Country-Weltmeister), Greg Minnaars viertem Regenbogen-Jersey im Downhill (der 39-jährige Altmeister hatte zuletzt 2013 Gold abgestaubt) oder Evie Richards erstem WM-Gold für Großbritanniens XCO-Frauen wurde gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte geschrieben. Und auch Österreich mischte kräftig mit. Mit drei Medaillen egalisierte das ÖRV-Aufgebot die Leistungen der Heim-WM 2020 – wenn auch an (teils) unerwarteter Stelle.

Bronze trotz Crash

Rang acht im Teamrelay zum Auftakt der WM-Woche war vorerst noch nicht das gelbe vom Ei, aber angesichts des jungen Teams ok. Auch im XCO der Juniorinnen lief's nicht optimal (32. Katharina Sadnik), Julius Scherrers 14. Platz bei den Junioren glänzt im Lichte seiner Startposition (84.) und eines Sturzes in der ersten Runde hingegen relativ hell.
Und dann ging's Schlag auf Schlag: Hannes Slavik, aus der Fourcross-Qualifikation als guter Fünfter hervorgegangen, rettete nach souveränen Vorausscheidungen im Flutlicht-Finale trotz einer Kollision (ein weiterer Kontrahent war in ihn hineingestürzt) gleich in der ersten Kurve noch Bronze hinter Namensvetter Tomas Slavik (CZE) und Adrien Loron (Frau). "Es war echt eine Lotterie. Es war fast unmöglich auf dem Kurs zu überholen und somit war der Start entscheidend. Leider habe ich im Finale keine Chance auf eine bessere Platzierung nach dem Crash gehabt, aber hier in Val Di Sole erneut eine Medaille zu gewinnen ist wunderschön", berichtete der 32-jährige Wiener, der vor fünf Jahren am gleichen Ort und in der gleichen Disziplin bereits Vizeweltmeister geworden war.

Historischer Doppelsieg

Der Samstag, erneut im Zeichen des Cross Country, brachte schließlich sogar einen rot-weiß-roten Doppelsieg in der U23. Mona Mitterwallner dominierte den Bewerb in souveräner Manier und setzte, gerade mal 19-jährig, ihren Medaillenlauf so fort, wie sie in der Juniorinnenzeit aufgehört hatte: mit Spiel, Satz, Sieg. "Nach der Startrunde bin ich mein Tempo gefahren und richtig in den Flow gekommen", so Mitterwallner, die in ihrer Klasse in dieser Saison damit ungeschlagen ist: "Es ist eine unglaubliche Serie mit vier Weltcupsiegen und EM- sowie WM-Gold, wobei ich es gar nicht glauben kann, dieses schöne Trikot jetzt tragen zu dürfen."
Zwei Minuten dahinter konnte Laura Stigger nach einem Jahr mit vielen Aufs und Abs über ihren Vizeweltmeistertitel jubeln. "Es war eine holprige Saison in der ich viel gelernt habe. Diese Silbermedaille scheint wie Gold für mich", erklärte die Tirolerin, die wiederum die Dänin Caroline Bohe auf Distanz halten konnte.
Landsfrau Tamara Wiedmann fuhr als drittbeste Österreicherin lange in den Top 20, aber ein Sturz warf sie final auf Rang 31 zurück. Die Kärntnerin Corina Druml kämpfte nach einem guten Start mit technischen Problemen und musste das Rennen vorzeitig beenden.
In den Elite-Bewerben belegte Lisi Osl als einzige Österreicherin Rang 41. Karl Markt wurde als bester heimischer Vertreter 32., Gregor Raggl 40., Maximilian Foidl 81.

Downhiller hinter Erwartungen

Nicht wunschgemäß verlief für Österreich hingegen der Sonntag: Mit Quali-Siegerin Valentina Höll und den letztjährigen Vizeweltmeistern David Trummer (Herren Elite) und Sophie Gutöhrle (Juniorinnen) lagen nämlich eigentlich zwei heiße Eisen im Feuer. Aber erstere musste ihre Hoffnungen auf ihren ersten Elite-Titel nach den dramatischen Ereignissen bei der Heim-WM 2020 erneut verschieben: Sturz im dritten Sektor der anspruchsvollen Kurses nach absoluter Topzeit, letztendlich nur Rang zwölf für die Salzburgerin (weiters im Ziel: Marlena Neissl als 21.). Weltmeisterin wurde die Französin Myriam Nicole. Und David Trummer hatte mit einem schleichenden Platten zu kämpfen, weshalb er in der zweiten Rennhälfte seine Linie nicht mehr wie geplant halten konnte. Mit Rang acht zeigte sich der Steirer dennoch zufrieden, Landsmann Andreas Kolb wurde Elfter.
Die Oberösterreicherin Gutöhrle schließlich wurde vom Black-Snake-Kurs in der gleichen Kurve abgeworfen (final Elfte) wie ihr Landsmann Noah Hoffmann (43.). Einen Rang vor dem Junior fand sich Lorenz Rieger, gestoppt per roter Flagge und zu erschöpft für einen Re-Run, wieder.


Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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  2. #2
    jetzt täglich Avatar von beb73
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    Adrien Loron ist aber keine Frau:-)

  3. #3
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    Kikeritzpatschen
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    Die Fokusierung des ÖRV auf die Bereiche Nachwuchs und Damen zahlt sich einfach aus.
    Nach der Olympiamed. nun auch dieser Erfolg, da wird die tolle Arbeit sichtbar.
    Nur beim Uphill sind Bremsspuren richtig cool