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5. RAAM-Sieg für Strasser

5. RAAM-Sieg für Strasser

07.06.18 15:17 4.201Text: Luke Biketalker, PMFotos: Lupi Spuma Manuel Hausdorfer/limeARTChristoph Strasser hat es geschafft: Nach 8 Tagen, 1 Stunde und 23 Minuten fuhr er als überlegener Sieger zu seinem fünften RAAM-Triumph.07.06.18 15:17 5.110

5. RAAM-Sieg für Strasser

07.06.18 15:17 5.110 Luke Biketalker, PM Lupi Spuma Manuel Hausdorfer/limeARTChristoph Strasser hat es geschafft: Nach 8 Tagen, 1 Stunde und 23 Minuten fuhr er als überlegener Sieger zu seinem fünften RAAM-Triumph.07.06.18 15:17 5.110

Sehen so Sieger aus? Wunder Hintern, taube Finger, beleidigte Muskeln in den Oberschenkeln. Der Weg zur Dopingkontrolle ähnelte eher einem Canossagang als den freudigen Schritten eines soeben Preisgekrönten. Und doch ist's, wie's ist. Nach 4.940 Kilometern und 50.000 Höhenmetern von der West- bis zur Ostküste der Vereinigten Staaten durch zwölf Bundesstaaten hat Christoph Strasser das Ziel in Annapolis in einer Rennzeit von 8 Tagen, 1 Stunde und 23 Minuten überquert. Ein famoser Sieg mit über einem Tag Vorsprung und der zweitschnellsten Durchschnittsgeschwindigkeit ever!

Die Strapazen quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika über 3.000 Meter hohe Pässe in den Rocky Mountains und über 40 Grad heiße Wüstenpassagen haben auch beim weltbesten Ultraradfahrer Christoph Strasser Spuren hinterlassen. Trotz der Blessuren durch die Abnützung auf dem Rad und kaum hörbarer Stimme ist er glücklich.
Der Steirer hat mit seinem fünften Triumph die Bestmarke des bisherigen slowenischen Rekordhalters Jure Robic, der leider 2010 bei einem Trainingsunfall tödlich verunglückt ist, eingestellt. „Es ist einfach unglaublich, dass ich mit Jure Robic gleichziehen konnte. Für mich war es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,56 km/h das zweitschnellste RAAM aller Zeiten. Ich bin jetzt nur happy und froh, dass ich nach einem kurzen Erholungsschläfchen dann mit meiner tollen Mannschaft feiern kann“, freute sich der frisch gebackene Fünffachsieger.

Perfektes Rennen trotz Regen im Finale

Der 35-Jährige hat im Laufe seiner Karriere alles gewonnen, was man als Extremradfahrer gewinnen kann. Der 24h-Weltmeister und Weltrekordhalter über 24h auf der Bahn und Outdoor absolvierte in den letzten acht Tagen ein fast perfektes Rennen.
2013 und 2014, damals war die Strecke um bergige 140 Kilometer kürzer, finalisierte er unter acht Tagen. „Die 7 Tages-Marke lag auch heuer in Reichweite, aber am letzten Tag machte mir starker Regen nach den Appalachen zu schaffen“, so Christoph. Sein Teamchef Michael Kogler führt weiter aus: „Eine neue Rekordmarke bei einer Strecke, die 140 Kilometer länger als 2013 und 2014 ist, schien vorab fast unmöglich zu schaffen. Eine Fahrt von unter acht Tagen über diese Distanz klappt nur bei optimalem Wetter mit Rückenwind, und alle Faktoren müssen zusammenpassen. Diese haben heuer an einigen Tagen nicht gestimmt. Aber es war ein perfektes Rennen von Christoph!“
 
Insgesamt absolvierte der Kraubather in den vergangenen acht Tagen insgesamt 8:18 Stunden Schlafpausen. Inklusive kurzer Powernaps legte er nur zwölf Schlaf-Stopps ein.
„Leider brachen meine Konkurrenten heuer sehr schnell weg. Es war schon verdammt hart, wegen des großen Vorsprungs tagelang nur gegen den inneren Schweinehund und nicht gegen echte Konkurrenten fahren zu müssen“, analysierte Christoph im Ziel.

Der nächste Streich in Österreich!

Nach der Erholung und Rehabilitation hat Christoph Strasser seinen nächsten Renneinsatz im August geplant - diesmal in der Heimat. Erstmals werden im Rahmen der Race Around Austria Challenge presented by Fever-Tree Österreichische Meisterschaften im Ultraradsport ausgetragen. Auf der 560 Kilometer langen Strecke, gespickt mit 10.000 Höhenmetern, geht es für den Steirer um das rot-weiß-rot gestreifte Meistertrikot.
Für Strasser ist es damit eine doppelte Premiere, denn obwohl er schon dreimal auf der Extremstrecke des Race Around Austria gewann (2014, 2015, 2016) geht er als Challenge-Debütant am 15. August gegen 16:00 Uhr über die Startbühne in St. Georgen/Attergau - gemeinsam mit 49 Konkurrenten. Nach 18 Stunden werden die schnellsten am Donnerstagmorgen im Ziel erwartet. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird fast 32 Kilometer pro Stunde betragen.

RAAM 2018 - der Countdown läuft

RAAM 2018 - der Countdown läuft

07.06.18 15:17 4.201Text: Luke Biketalker, PMFotos: Lupi Spuma Manuel Hausdorfer/limeARTFür Christoph Strasser ist das Ziel beim diesjährigen RAAM klar: Ab dem 12. Juni kämpft der Steirer um seinen 5. Sieg beim Race Across America.07.06.18 15:17 5.110

RAAM 2018 - der Countdown läuft

07.06.18 15:17 5.110 Luke Biketalker, PM Lupi Spuma Manuel Hausdorfer/limeARTFür Christoph Strasser ist das Ziel beim diesjährigen RAAM klar: Ab dem 12. Juni kämpft der Steirer um seinen 5. Sieg beim Race Across America.07.06.18 15:17 5.110

Fast 5000 Kilometer und 35.000 Höhenmeter liegen zwischen Start und Ziel des Race Across America, 12 Bundesstaaten wollen durchquert und mehr als nur eine Zeitzone durchfahren werden. Große Hitze, eisige Kälte, nervenaufreibendes Ödland mit schier endlosen Geraden und knackige Passstraßen in dünner Höhenluft. Erspart bleibt den Einzelstartern und Teams beim RAAM in der Regel wenig. Im Gegenzug dazu gäbe es viel zu sehen, hätte man bloß die Zeit dazu…

Einmal mehr wird sich auch Österreichs Ultra-Distanz Aushängeschild Christoph Strasser den Start am 12. Juni nicht entgehen lassen. Vier Siege beim wohl härtesten und längsten Zeitfahren der Welt hat der Steirer bereits am Palmares stehen - Streckenrekord inklusive. Nun tritt er an, um einen fünften Sieg hinzuzufügen. Bereits vergangene Woche waren Strasser, Fotograf Manuel Hausdorfer und Neo-Coach Markus Kinzlbauer darum bereits in die USA aufgebrochen. Seit dem heißt es sich in der Mojave-Wüste an die aktuell vorherrschenden Wetterbedingungen zu akklimatisieren. Noch bis zum 9. Juni wird Strasser dort seine Trainingskilometer abspulen - bei bis zu unglaublichen 45° Celsius wahrlich kein Zuckerschlecken. Die Behörden verhängten eine offizielle Hitzewarnung und auch die Einheimischen warnen vor der Sonne. Unter der großen Hitze ist der Puls im Sattel schnell mal 20 Schläge höher als zu Hause im ebenfalls warmen Österreich. Entsprechend passt das Team die Einheiten an. Schließlich will man sich auf das RAAM vorbereiten und akklimatisieren, nicht schon jetzt am Rande der Leistungs- und Leidensfähigkeit kratzen.

Apropos Leistungsfähigkeit. Tüftler Christoph Strasser überlässt selten etwas dem Zufall. So ist es auch wenig verwunderlich, dass er neben trainingsspezifischen Feinheiten in der Vorbereitung jetzt auch mit neuartigen Kühlpads experimentiert. Diese werden direkt auf den Körper geklebt und sollen für langanhaltende Kühleffekte sorgen. Davon erhofft Strasser sich, wie er sagt, „eine deutliche Verbesserung“. Wie sich das Rennen für den sympathischen Steirer entwickelt, steht noch in den Sternen. Wir halten ihm und seinem Team ab dem 12. Juni auf jeden Fall alle in der Redaktion verfügbaren Daumen. Selbstverständlich werden wir an dieser Stelle auch zum Rennen berichten.


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  1. #1
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    RAAM 2018 - Der Countdown läuft

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  2. #2
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    Bin schon wieder gespannt drauf.

    Macht der Zotter eigentlich auch noch was in der Richtung?

  3. #3
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    Schokolade

  4. #4
    ' Avatar von feristelli
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    ToiToiToi-ToiToi ..

    .. für den fünften Sieg!
    Die Welt wird immer komplizierter, während die Antworten einfacher werden. Das ist fatal. Vereinfachungen beenden jede Diskussion. Alard von Kittlitz

  5. #5
    Unmotiviert Avatar von rm81
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    Alles Gute für das RAAM 2018.

    Wichtig ist es unfallfrei und gesund im Ziel anzukommen. Wenn du das schaffst, wirst du ohnehin nicht zu schlagen sein!

  6. #6
    Think Pink Gravelcross Avatar von 6.8
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    Fährst du noch mit dem Rennrad resting bitch face rum oder hast du schon den gravel smile
    Gravel is a lifestyle, keep calm and gravel on.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von seveneleven
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    Infostand auf Facebook:

    DI 12.06.2018, TS 1-3

    Nach dem dichten Gedrängel am Start hat Christoph gut und besonnen begonnen. Die ersten Kilometer hinauf nach Lake Henshaw hat er nicht voll aufs Gas gedrückt, sondern ist planmäßig nach seinen Leistungswerten und seinem Körpergefühl gefahren. Auf dem Weg hinab in und anschließend durch die Anza Borrego Wüste konnte er seine Konkurrenten einholen und führt das Feld nun an. Die erste Nacht ist immer geprägt von Müdigkeit und dem Finden des eigenen Rhythmus, aber nichts desto trotz liefert Christoph eine Bombenleistung ab und ist aktuell schneller als im Vorjahr!

    After the start Christoph was riding smart and safe trying to find his own rhythm. Supported by a lot of fans on the first kilometers he overtook all his fellow RAAM colleagues in the Anza Borrego Desert. The first night is always hard due to the lack of sleep and trying to get going on ones rhythm. But nevertheless he is doing great and is even faster than last year.

    #jawui #raam2018 #weitradlfoan #musclemilk

  8. #8
    Keine Panik! Avatar von marty777
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    http://www.raceacrossamerica.org/live-tracking.html

    Im Race Flow Diagramm ist das immer wieder beeindruckend.

  9. #9
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    Da fährt ja noch ein zweiter Österreicher mit - Thomas Mauerhofer - Inhaber des 48h Höhenweltrkords (mehr als 31000hm )
    Geändert von AndiG65 (13-06-2018 um 13:38 Uhr)

  10. #10
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    ...und ein dritter wär auch noch am Start - nämlich der Franz Preihs ;-)
    ...und ein vierter auch noch- Thomas Haas
    Geändert von pfisteha (13-06-2018 um 14:55 Uhr)

  11. #11
    Keine Panik! Avatar von marty777
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    Strasser nach 1 1/2 Tagen mit ~140 Meilen (oder 2 Time Stations) Vorsprung auf den 2ten.
    Da läuft's!

  12. #12
    Keine Panik! Avatar von marty777
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    elapsed time: 2 days, 15 hours, 15 minutes
    Franz Preihs ist leider DNF.
    Thomas Haas ist gerade 18er (der als erster Diabetiker das RAAM schaffen will - hier).
    Thomas Mauerhofer ist 4ter - gleichauf mit dem 2ten u. 3ten.
    Christoph Strasser hat ca. 200 Meilen Vorsprung auf diese Gruppe.

  13. #13
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    Der 3. ist übrigens eine Frau - Nicole Reist

  14. #14
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    wenn das so weitergeht kann er die strecke wohl zweimal fahren bis der zweite ins ziel kommt

  15. #15
    Keine Panik! Avatar von marty777
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    Zitat Zitat von AndiG65 Beitrag anzeigen
    Der 3. ist übrigens eine Frau - Nicole Reist
    die aus der Schweiz kommt.

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