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Simplon Inissio Pmax Kurztest

Simplon Inissio Pmax Kurztest

12.12.19 10:11 11.972Text: Luke Biketalker, Erwin HaidenFotos: Erwin HaidenSimplon verpasst seinem Inissio den Zusatz PMAX und elektrifiziert den Gravel-Sektor. Ein exklusiver erster Fahrbericht.12.12.19 10:11 11.976

Simplon Inissio Pmax Kurztest

12.12.19 10:11 11.976 Luke Biketalker, Erwin Haiden Erwin HaidenSimplon verpasst seinem Inissio den Zusatz PMAX und elektrifiziert den Gravel-Sektor. Ein exklusiver erster Fahrbericht.12.12.19 10:11 11.976

Auf den ersten Blick ist das Inissio ein schnittiges, konventionelles Gravelbike. Doch mit vier Buchstaben setzt Simplon seine Produktpalette unter Strom. Hinter dem Kürzel PMAX versammeln sich bei den Vorarlbergern seit einiger Zeit nämlich die E-Bikes. Neuester Familienzuwachs ist dabei das Inissio PMAX. Ein leichter Rahmen aus Carbon, ein unauffälliger Hilfsantrieb von Mahle Ebikemotion, dazu schlankes Design und Offroad-taugliche Anbauteile - fertig ist das erste E-Gravel aus der Feder von Entwickler Andreas Heckmeier. Auch wenn das Rad aktuell noch nicht in den Läden steht, hatten wir im Herbst bereits exklusiv die Gelegenheit, einige Tage im Sattel des blauen Rückenwind-Gravels zu verbringen.

 Selbst auf den zweiten Blick muss man sehr genau schauen, um das PMAX im Inissio zu entdecken 

das Inissio PMAX, ein Deut in die Zukunft des E-Bikes

Highlight-Überdosis am neuen Inissio PMAX: Parallel zum ebenfalls neuen Bio-Inissio rollt das PMAX mit leichtem und gut dämpfendem Carbon-Rahmen aus dem Karton und übernimmt sowohl die Formsprache als auch die Geometrie seines Schwestermodells.
Der Rahmen selbst wird in Simplons Triple-Fusion-Technologie gebaut. Soll heißen: Durch geschickte Kombination von Monocoque-Bauweise, Tube-to-Tube-Verbund und Muffentechnik wird der Materialeinsatz optimiert und der Sicherheitsstandard verbessert. Bei der Hot-Melt Verfahren genannten Behandlung der Carbonfasern werden die Matten ohne zusätzliches Lösemittel direkt mit Epoxidharz imprägniert. Der dadurch geringere Harzanteil spart einerseits Gewicht und sorgt andererseits durch seine gleichmäßige Behandlung für hohe Steifigkeit und gleichbleibende Qualität.
Vibrex Fasern in Sitzrohr und Sattelstütze sowie ein abgeflachtes Oberrohr spenden Komfort. Die asymmetrischen und breiten Kettenstreben sowie das ansprechend ausgeformte Trio aus Tretlager, Unter- und Steuerrohr sorgen für angemessene Steifigkeitswerte. Auch an der Gabel ist mit den Raptor-Dropouts, Marketing-Deutsch für rückwärts gezogene Ausfallenden, ein erprobtes Komfort-Feature an Bord.

Clevere Details wie Edelstahlprotektoren an den Ausfallenden und antriebsseitig an der Kettenstrebe im Bereich der Kettenblätter, die von der integrierten Lenker-/Vorbau-Einheit direkt durch den Steuersatz geführten Leitungen und Züge sowie qualitativ hochwertige Lackierungen mit versteckten Designelementen zeugen von zu Ende gedachter Entwicklungsarbeit. Und wie man es sich 2020 von einem Carbon-Rahmen erwartet, laufen sowohl Schaltzüge als auch Bremszüge vollkommen in Rahmen und Gabel integriert.

Mahle Ebikemotion

Besagte Integration ist auch das zweite Stichwort am Simplon Inissio PMAX. Denn wüsste man es nicht besser, Inissio und Inissio PMAX wären kaum voneinander zu unterscheiden. Der 250 Wh Akku fügt sich perfekt versteckt ins Unterrohr und dient gleichzeitig als Steuerzentrale.
Überhaupt ist Mahles Ebikemotion Antrieb optisch vor allem eines: unauffällig. Weder hässliche Bedieneinheit am Lenker noch ein überdimensioniertes Display brandmarken das Inissio PMAX als Pedelec. Stattdessen mimt ein kleiner, ins Oberrohr eingelassener Knopf die Kommandozentrale, dient als ON/OFF Schalter und steuert die Unterstützungsmodi. Ein den Knopf umgebender LED-Ring zeigt farblich sowohl die gewählte Unterstützungsstufe (Rot = hoch, Orange = mittel, Grün = gering, Weiß = keinerlei Unterstützung), als auch den ungefähren Akku-Ladezustand an.
Angetrieben wird das System über einen X35 Nabenmotor mit 250 Watt und bis zu 40 Nm Drehmoment. Das mag etwas niedrig klingen, macht aber im Konzept Rennrad und Gravel mehr als Sinn. Schließlich ist man in der Ebene meist aus eigener Kraft schneller als die gesetzlich erlaubten 25 km/h schnell. Unterstützung braucht es also in erster Linie bergauf, und das Gewicht spielt eine große Rolle. Und hier kann Ebikmotion punkten. 2,1 kg wiegt der Motor selbst, fahrbereit inklusive Akku und Verkabelung hebt das System das Fahrradgewicht um lediglich 3,5 kg.

Geometrie

Größe: 45 49 53 57 62
Sitzrohrlänge (mm): 430 470 510 550 600
Oberrohrlänge (mm): 523 535 565 585 605
Lenkwinkel: 69° 70° 70° 71° 72°
Sitzwinkel: 74,5° 74° 73,5° 73,5° 73,5°
Steuerrohrlänge (mm): 120 135 160 185 210
Kettenstrebenlänge (mm): 425 425 425 425 425
Radstand (mm): 1025 1029 1050 1061 1072
Tretlagerabsenkung (mm): 67 67 67 67 67
Gabellänge (mm): 400 400 400 400 400
Gabelvorbiegung (mm): 48 48 48 48 48
Überstandshöhe (mm): 715 748 781 812 843
Stack (mm): 535 553 577 604 632
Reach (mm): 375 382 394 406 418
Stack to Reach (mm) 1,43 1,45 1,46 1,49 1,51

Zwar sitzt der Akku mehr oder minder fest im Unterrohr und wird besser direkt über die Ladebuchse im Rahmen geladen, dafür gibt es aber die Möglichkeit, via Range Extender mehr Reichweite aus dem Simplon zu kitzeln. Anstelle eines oder auch zweier Flaschenhalter kann eine Vorrichtung für Zusatzakkus montiert werden. Diese bieten für € 650,- jeweils 208 Wh an Kapazität. Somit ist von 250 bis knapp 670 Wh vieles möglich, die Reichweite kann um bis zu 70 % erweitert werden.
Wünscht man sich mehr Informationen wie beispielsweise einen exakten Akku-Stand, Geschwindigkeit und Navigation, so kann über die kostenlose Mahle Ebikemotion SLU App das eigene Smartphone zum Fahrradcomputer werden. Dort lässt sich auch die Leistung der drei Unterstützungsstufen anpassen.

Das Interessante am Mahle: Da der Antrieb über keine Drehmomentsteuerung verfügt, kann die Leistungsentfaltung nicht über den Pedaldruck, sondern lediglich per Knopfdruck gesteuert werden. Dreht sich also die Kurbel - egal wie schnell - gibt der Motor die volle Leistung der gewählten Unterstützungsstufe frei. Somit wird man auf Wunsch auch ganz gemächlich und praktisch ohne Kraftaufwand vorwärts geschoben, kann sich aber im Umkehrschluss auch richtig verausgaben und bekommt den Rückenwind an Anstiegen als „Cherry on the Top“ sozusagen frei Haus geliefert.

Tech Specs

Rahmen: Simplon Inissio Pmax Disc, Hi-Mod Carbon, 142 x 12 mm, Flatmount Kurbel: Shimano GRX600, 46/30 Z
Gabel: Simplon Inissio Disc, Hi-Mod Carbon, 100 x 12 mm, Raptor Dropouts Kassette: Shimano 105, 11-30 Z
Größen: 45, 49, 53, 57, 62 Sattelstütze: Simplon Carbon Rod SL, 27,2 x 400 mm
Steuersatz: Acros, Integrierte Kabeleinlässe Sattel: Selle Italia SLR Flow
Vorbau: Lenkervorbaueinheit ARC1 Laufräder: Mavic Allroad S Disc
Lenker: Lenkervorbaueinheit ARC1 Reifen: Schwalbe G One Allround, 40 mm
Schalt-/Bremshebel: Shimano GRX600, 46/30 Z Motor: Mahle Ebikemotion X35, 250 Wh Akku
Schaltwerk: Shimano GRX600 Gewicht BB: 12,2 kg
Umwerfer: Shimano GRX600 Preis: Vorserienbike. Serie ab € 4.899,-

Simplon Konfigurator

In seiner Geometrie imitiert das Inissio PMAX seine Bio-Schwester. Und genau so wie das unmotorisierte Inissio ist auch das E-Gravel in Simplons Online-Konfigurator (aber natürlich auch nach wie vor offline gemeinsam mit dem Händler des Vertrauens) stark individualisierbar. Laufräder, Cockpit, Übersetzung, Schaltwerk und mehr können nach eigenem Belieben angepasst werden. Vorerst bleibt das Angebot aber auf Shimano-Gruppen und Mavic-Laufräder beschränkt. Neben der Basisausstattung könnte man dann auch gleich Beleuchtung, Kotflügel und Gepäcksystem ordern.
Bei aller Individualität legt das Inissio PMAX preislich mit GRX 600 Ausstattung und etwa 12,11 kg im Tausch gegen 4.899 Euro los. Insgesamt wird es fünf Rahmenhöhen geben, unser Testexemplar in Größe 49 - nein, wir sind tatsächlich nicht so großgewachsen, wie es auf den Bildern vielleicht erscheinen mag - war noch ein Prototyp und brachte es mit mechanischer GRX 600, formschön integrierter Lenker/Vorbau-Einheit und Mavic Aksium Allroad S samt 40 mm Schwalbe G-One Allround auf 12,2 kg. Für die Serie darf man also mit den Gewichtsangaben im Konfigurator rechnen.

Passform

Das relativ lange Oberrohr und der hohe Stack sorgen für eine angenehm komfortable Sitzposition. Die neuen hochgezogenen GRX-Griffe und die massiveren Brems- und Schalthebel der Shimano-Gravel-Gruppe fühlen sich im direkten Umstieg von Ultegra oder Dura Ace etwas ungewohnt an, spielen jedoch im Gelände ganz klar ihre Vorteile aus. Spätestens nach der ersten Schotterpassage möchte man die GRX nicht mehr hergeben.

Ganz generell fühlt man überall, wo man hingreift, die Qualität von Simplon. NoSanes persönliches Highlight ist die Optik und Haptik der integrierten Lenker-Vorbau-Einheit: "Die leicht geschwungene Tragfläche des Lenkers fühlt sich an, als würde man die Hände um einen schlanken Flugzeugflügel legen."

In der Praxis

Das Inissio PMAX überrascht gleich auf den ersten Metern, denn nicht nur optisch bleibt der Motor dezent im Hintergrund, auch was das Gefühl im Sattel angeht, ist das Inissio seinen unmotorisierten Gravel- und Rennrad-Geschwistern deutlich näher als einem E-Bike im klassischen Sinn. Im Flachen spürt man das höhere Gewicht nur beim knackigen Beschleunigen. Im Winkelwerk der Stadt ist das Gefühl am Lenker ganz nah am Bio-Gravelbike.

Nach dem ersten Studieren des Datenblatts hatten wir ein paar Zweifel, was die extrem minimalistische Steuerung der Leistung angeht. Schließlich gibt es nur diesen einen Knopf am Oberrohr, der mittels Vollfarb-LED sowohl Leistungsstufe als auch Akku-Reserve anzeigt und dabei gleichzeitig als Umschalter für die vier möglichen Modi dient. Außerdem wird der Motor nicht über das Drehmoment an der Kurbel gesteuert, sondern legt der Unterstützungsstufe entsprechend konstante Watt an den Hinterreifen.

  • der kleine Knopf am Oberrohrder kleine Knopf am Oberrohr
    der kleine Knopf am Oberrohr
    der kleine Knopf am Oberrohr
  • dient zum Umschalten der Unterstützungsstufendient zum Umschalten der Unterstützungsstufen
    dient zum Umschalten der Unterstützungsstufen
    dient zum Umschalten der Unterstützungsstufen
  • und zeigt unterwegs mit drei Farben an, wieviel und zeigt unterwegs mit drei Farben an, wieviel
    und zeigt unterwegs mit drei Farben an, wieviel
    und zeigt unterwegs mit drei Farben an, wieviel
  • Akku-Kapazität noch verbleibtAkku-Kapazität noch verbleibt
    Akku-Kapazität noch verbleibt
    Akku-Kapazität noch verbleibt

Bergauf

In der Ebene ist vom Motor erst einmal nichts zu spüren, und da ich mich die meiste Zeit über 25km/h bewege, beschließe ich, die Unterstützung vorerst auszuschalten. So fährt sich das Inissio PMAX erstmal wie ein Bio-Gravelbike.
Vom Gewicht liegt es trotz Motor und 250Wh Akku fast auf einem Level mit meinem alten Speci Sequoia mit Stahlrahmen. Das merkt man aber erst, sobald es bergauf geht. Auf mäßigen Steigungen macht das Inissio auch ohne Motor Spaß. Trotzdem beschließe ich zu Testzwecken, den Motor ab jetzt auf voller Leistungsstufe mitlaufen zu lassen.

Dieser schiebt fast lautlos und sehr gleichmäßig an. Meine Befürchtung, dass das Fahrerlebnis durch die fehlende Drehmoment-Steuerung leidet, bewahrheitet sich nicht. Der Motor regelt sehr sanft und setzt bei weitem nicht so knackig ein wie z.B. die Motoren von Bosch.
So ziehe ich unbeschwert über die tief gefrorenen Forststraße Richtung Rosalia-Gipfel. Die eine oder andere Rampe, an der ich normalerweise übersetzungsbedingt am Gravelbike leide, macht sich nur durch einen mit der Steilheit etwas lauter werdenden Motor bemerkbar. In gemäßigtem Gelände und bei normaler Betriebstemperatur ist das Aggregat kaum wahrnehmbar. Es ist ein angenehm sportliches Cruisen, dass sich nach eine Weile einstellt, und so verfliegen steile wie flache Höhenmeter mit wohltuend gleichmäßiger Belastung.

 Der größte Unterschied zu einem Bio-Gravelbike ist die Kopfsache 

Erwartungshaltung nach dem ersten optischen Eindruck

Bergab

Der weitere Weg meiner Runde führt mich kurz bergab über Schotter, bevor's die kurvige Asphaltstraße runter Richtung Forchtenstein geht. Auf beiden Untergründen fühlt man sich am Inissio PMAX wohl. Die GRX-Brems-Schalthebel sind im Gelände denen meiner Ultegra-Di2 überlegen, mit ihnen fährt sich's auf ruppigem Untergrund deutlich griffiger und entspannter, dazu haben die Bremsen auch einen angenehmeren Hebel, der auch im Obergriff gut zu dosieren ist.

Der relativ flache Lenkwinkel sorgt am Asphalt für eine angenehme Laufruhe und das gesamte Rad ist komfortabel abgestimmt. Trotzdem mangelt's dem Inissio PMAX nicht an Spritzigkeit, und die Rosalia runter lässt es sich wunderbar um die Kurven werfen.
Kurz vor der "Hausberg-Schikane” werde ich von einem langsamen PKW ausgebremst, doch statt eines riskanten Überholmanövers entscheide ich mich für den Querfeldein-Abstecher durchs Steilstück. Einer der großen Vorteile eines Gravelbikes ist, dass sich auch abseits der asphaltierten Hauptstraßen fahrbare Wege auftun. Drei knackig angebremste Spitzkehren später und deutlich vor dem PKW geht's auf der Ausbaustrecke weiter Richtung Mattersburg.

Am Heimweg trifft mich dann orkanartiger Gegenwind, und obwohl auf den Güter-, Feld- und Radwegen zwischen Mattersburg und Wiener Neustadt keine nennenswerten Höhenmeter mehr lauern, bleibe ich auf voller Leistungsstufe, spüre den Motor ab und zu mithelfen und schiele gelegentlich auf die LED, die den Akkustand anzeigt.
Immer wieder muss ich grinsen, wenn ich den Wind kreuze, er mich auf fast 50 km/h anschiebt, um mich nach der nächsten Kurve wieder mit eisiger Wucht frontal in die Realität zu holen; dank Motor kann ich dabei trotzdem jenseits der 20km/h bleiben. So machen auch die letzten Kilometer meiner kleinen Runde noch Spaß: im Zickzack zwischen Asphalt, Feldwegen und kurzen Wald-Passagen zurück durch die Stadt.

Einsatzbereich

Eignung Eigenschaften
(Wieder-) Einsteiger / Commuter Kaum ein Radtyp ist universeller als moderne Gravelbikes. Der Motor nimmt die Angst vor so manchem Anstieg und dem initialen Schweinehund. So eröffnen sich Abenteuer vom täglichen Arbeitsweg durch die Stadt bis zu sommerlichen Almen-Touren.
Granfondo / Endurance Sitzposition, Komfort, die breiten Reifen, die Möglichkeit einer Gepäckträgermontage machen das Inissio PMAX zu einem guten Begleiter auf langen Touren. Mit dem Akku lässt sich gut haushalten, sofern man ihn nur zur Überwindung von Schlüsselanstiegen einsetzt. Falls nicht, sorgt der optionale Range-Extender für noch mehr Reserven.
Allroad / Winter die breiten Reifen, der Motor für “Notfälle” im steilen Gelände, die Ösen für die Bleche, das optionale Licht, die GRX Gruppe fürs Grobe, all das macht nicht nur auf unterschiedlichsten Untergründen, sondern auch im Winter Spaß und das Mehrgewicht wird durch den Motor mehr als kompensiert
Cyclocross-Racer bei so manchem Querfeldeinrennen wäre man mit Motor zumindest kein Pionier mehr.
Rennrad mit Discs auch wenn man die Laufräder durch schmälere mit unmotorisierter Nabe ersetzt und Rennradreifen aufzieht, das Mehrgewicht durch den Akku und die relativ gemütliche Sitzposition machen aus dem Inissio PMAX keinen echten Racer
MTB Hardtail Ersatz kommt aufs Hardtail an, das ersetzt werden soll. Für Forst-Autobahnen ist das Inissio eine top Wahl, steilere Anstiege sind dank Motor überwindbar.
Donauradweg-Tourenbike-Ersatz nur weil das PMAX einen Motor hat, bleibt es dennoch ein sportliches Gravelbike mit Rennlenker. Wer vom Tourenbike mit Flatbar auf etwas Sportlicheres umsteigen möchte, findet im Inissio PMAX aber eine universelle Alternative
  • Die ebikemotion-App zeigt die Daten am Handy.Die ebikemotion-App zeigt die Daten am Handy.Die ebikemotion-App zeigt die Daten am Handy.
    Die ebikemotion-App zeigt die Daten am Handy.
    Die ebikemotion-App zeigt die Daten am Handy.
  • Nach 35 km und knapp 600 Hm mit voller Unterstützung Nach 35 km und knapp 600 Hm mit voller Unterstützung Nach 35 km und knapp 600 Hm mit voller Unterstützung
    Nach 35 km und knapp 600 Hm mit voller Unterstützung
    Nach 35 km und knapp 600 Hm mit voller Unterstützung
  • steht der Akku bei 47%,steht der Akku bei 47%,steht der Akku bei 47%,
    steht der Akku bei 47%,
    steht der Akku bei 47%,
  • am Ende der Runde mit 65 km, 790 Hm und mächtig Gegenwindam Ende der Runde mit 65 km, 790 Hm und mächtig Gegenwindam Ende der Runde mit 65 km, 790 Hm und mächtig Gegenwind
    am Ende der Runde mit 65 km, 790 Hm und mächtig Gegenwind
    am Ende der Runde mit 65 km, 790 Hm und mächtig Gegenwind
  • immerhin noch bei 27%.immerhin noch bei 27%.immerhin noch bei 27%.
    immerhin noch bei 27%.
    immerhin noch bei 27%.

 Das Inissio PMAX weist den Weg in eine mögliche Zukunft und zeigt, wie ein sinnvoller Einsatz von Motorentechnik am Rennrad aussehen kann 

NoSane's Fazit in einem Satz

Wünschdirwas

Das Inissio PMAX hat für mich persönlich als Allroundbike kaum Wünsch offen gelassen. Was ich als Garmin-Fan und -Nutzer noch gerne hätte, wäre eine Anbindung der Mahle-Schnittstelle via Bluetooth an die Garmin-Geräte. Einfach, um Leistungsstufe und Akku-Restkapazität in Zahlen zu sehen.

Eine Drehmomentsteuerung des Motors, wie man das von anderen eBikes gewohnt ist, wäre fein, allerdings seh ich das nach unseren Testfahrten weniger kritisch. Die Steuerung hat sich auf unseren Runden immer recht natürlich angefühlt, meist bin ich bergauf auf einer fixen Stufe geblieben und habe den Motor bergab und im Flachen komplett abgedreht.
Ein leichtes Nachschieben des Motors ist zwar zu spüren, aber das stört am Gravel weniger als am MTB. Aber wer weiß, vielleicht gibt's in Zukunft die Möglichkeit, Nabenmotor und Powermeter-Kurbel zu verbinden, oder Mahle schafft es, das Drehmoment in der Nabe abzunehmen und in die Steuerung zu integrieren.

Fazit

Simplon Inissio PMAX
Modelljahr: 2020
Testdauer: 1 Monat / 300 km
Preis: EUR 4.899,-
+ edle Optik
+ top Verarbeitung
+ Rennrad-Fahrgefühl
+ optionaler Range-Extender
+ stimmiges Gesamtpaket
+ Ausstattung
o Motor nicht drehmoment-gesteuert
o Akkutausch nur übers Tretlager
- aktuell keine ebikemotion Garmin-Verbindung möglich
BB-Urteil: zukunftsweisendes Gravelbike-Universalgenie

Ich war am Anfang eher skeptisch, was den Einsatz von Motoren am Rennrad angeht, schließlich sind Gewichts-Anforderungen und die gefahrenen Geschwindigkeiten und Distanzen ganz andere als am MTB. Doch das Inissio PMAX ist für mich persönlich ein erster stimmiger und sauber umgesetzter Ansatz. Es ist für mich so etwas wie ein Blick in die Zukunft, wo und wie Motoren am Rennrad eingesetzt werden können. Es fühlt sich im positiven Sinn fundamental anders an, als alle andere E-Bikes, die ich bis dato gefahren bin.

Das Gravelbike hat in den letzten Jahren zu Recht einen Boom erlebt, denn kaum ein Radtyp ist so vielseitig sportlich einsetzbar. So ist auch das Inissio PMAX je nach Untergrund und Einsatz mal komfortabler Renner oder sportliches Hardtail, mal Langstrecken-Tourenbike samt Gepäckträger, mal Querfeldein-Bike für Experimente im Gelände oder eine Rakete auf flachen Schotterwegen. Der Motor ist dabei Helfer in kritischen Schlüsselstellen, seien es steile Schotteranstiege auf Gravel-Touren oder die Rampe am Hausberg, die am Heimweg nach einem anstrengenden Arbeitstag mit Gepäck bezwungen werden muss.

Das Inissio PMAX ist in erster Linie ein komfortables Rennrad mit jeder Menge Zusatznutzen. Es ist ein edel verarbeitetes und gut ausgestattetes Universalgenie, mit dem man sportliche 200-km-Etappen samt Gepäck und zwei, drei steilen Pässen ebenso überwinden kann wie Schotter-Rampen und Abfahrten im alpinen Umfeld. Es kann das Fahrzeug der Wahl sein für den täglichen Weg zur Arbeit oder ein Spaß-Gerät für die schnelle, knackige Feierabendrunde im Wald, selbst wenn das Ziele eine Salzburger Almhütte ist. Die Möglichkeiten sind unendlich, die Grenzen derer eine Kopfsache.


Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Admin Avatar von NoSane
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    Simplon Inissio Pmax Kurztest

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von WolfgangYüksel
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    hatte das Rad kurz im Oktober im Einsatz (Danke Simplon) - auf den ersten Blick sieht man absolut nicht das es elektrifiziert ist, nur Kenner würden dies feststellen. Bin gespannt wie das Rad angenommen wird von der Kundschaft.
    2019 - 14.460km 190.000hm

  3. #3
    Moderator Avatar von NoWin
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    Diese Thematik wird noch weitreichend sein - in 10 Jahren fahren mehr als die Hälfte der Leute Räder mit Motorunterstützung.

    Ich werde selber ab September einige Rennräder mit Motorunterstützung im Verleih anbieten, bin schon selber gepannt, wie die sich schlagen werden.

  4. #4
    ' Avatar von feristelli
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    Zitat Zitat von NoWin Beitrag anzeigen
    Diese Thematik wird noch weitreichend sein - in 10 Jahren fahren mehr als die Hälfte der Leute Räder mit Motorunterstützung.
    Mit Geschwindigkeiten und in Gelände, die sie nur schlecht beherrschen ..

    Fesch ist das Motorrad allerdings wirklich, das muss man zugeben.
    Geändert von feristelli (13-12-2019 um 12:01 Uhr)

  5. #5
    Admin Avatar von NoSane
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    im Moment werden grade jede Menge e-Gravelbikes präsentiert, ich finde der Biketyp ist ideal für diese Art von Motoreinsatz, weil einfach so extrem vielseitig. In den letzten Jahren haben sich die Bikes immer mehr spezialisiert (Komfortrennrad, Aero-Rennrad, XC, Allmountain, Enduro, usw.) Was für die Spezialisten einen Segen, ist für Gelegenheitsradfahrer, die mit möglichst wenig Fahrrädern fast alles fahren möchten, ein Fluch. Mit Rennrad auf der Forststraße ist's genauso lahm wie auf einem 160mm Fully.

    Da spielt das Gravelbike seine Stärke aus, weil's meiner Erfahrung nach bis auf technischen Trails halt überall Spaß macht. Einziger Nachteil ist die Straßenübersetzung wenn's steil wird. Wenn man das auch noch komfortabel abdecken möchte ist diese Art von Motor schon eine gute Möglichkeit. Ich glaub auch dass die Zielgruppe für so ein Rad weniger die Biker sind, die dann irgendwelche schwierigen Singletrails mit Motor als reine Aufstiegshilfe suchen, sondern einfach vom täglichen Pendeln in die Arbeit über Neusiedlersee-Umrundung, Donauradweg, diverse Alpenpässe oder gemütlichen Almtouren auf Forstraßen alles fahren möchten...

  6. #6
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    Hallo,
    Eine Verbindung mit Garmin ist ja nicht möglich;
    Im Test sind zwei Fotos, welche aber Daten ( Akkustand ) anzeigen;
    Wie lässt sich da verbinden ?
    Vielen Dank
    Dieter

  7. #7
    Benutzter Avatar von ventoux
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    Zitat Zitat von racerdibo Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Eine Verbindung mit Garmin ist ja nicht möglich;
    Im Test sind zwei Fotos, welche aber Daten ( Akkustand ) anzeigen;
    Wie lässt sich da verbinden ?
    Vielen Dank
    Dieter
    Ich denke das isr der Akkustand des Garmin selbst den du meinst.
    Target 2020:

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  8. #8
    Admin Avatar von NoSane
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    ja, das ist der Garmin-Akkustand.

  9. #9
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    Danke für die schnelle Antwort
    lg
    Dieter