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Vredestein Senso Superiore

Vredestein Senso Superiore

04.06.18 10:53 2.625Text: NoPainFotos: Erwin HaidenSeine 320-TPI-Baumwollkarkasse und die AWS-Gummimischung machen ihn zum schnellsten Rennradreifen in Vredesteins Sortiment. Wir sind den Senso Superiore in 25 Millimetern über alle vier Jahreszeiten hinweg gefahren.04.06.18 10:53 2.836

Vredestein Senso Superiore

04.06.18 10:53 2.836 NoPain Erwin HaidenSeine 320-TPI-Baumwollkarkasse und die AWS-Gummimischung machen ihn zum schnellsten Rennradreifen in Vredesteins Sortiment. Wir sind den Senso Superiore in 25 Millimetern über alle vier Jahreszeiten hinweg gefahren.04.06.18 10:53 2.836

Vredesteins Senso-Faltreifen sind bekannt für ausgezeichnete Fahreigenschaften, ihre hohe Laufleistung und den perfekten Grip. Einzig beim Rollwiderstand schnitten sie bisher im Vergleich zu anderen Top-Fabrikaten etwas schlechter ab, was wohl auf die steife 120 Tpi Karkasse und die dickere Lauffläche (3,2 mm) zurückzuführen war. Mit dem Fortezza Senso Superiore ging Vredestein letztes Jahr einen ähnlichen Weg wie Specialized mit dem Turbo Cotton und schloss zur Spitze auf.

So verfrachtete man die bewährte Senso-Lauffläche mit der griffigen AWS-Gummimischung ebenfalls auf eine elastische Karkasse aus Baumwoll-Polyester-Mischgewebe mit 320 Tpi und pflanzte einen minimalistischen Polycotton-Pannenschutzgürtel dazwischen. Im Vergleich zu vollständig vulkanisierten Faltreifen ermöglicht dieses Herstellungsverfahren eine extrem hohe Geschmeidigkeit der Karkasse und bietet neben höherem Komfort und Kurvengrip auch durchwegs einen niedrigeren Rollwiderstand.

Montage

Die geschmeidigen Reifen fielen sprichwörtlich von selbst über die breiten Felgenbetten der DT Swiss Laufräder und sprangen schon nach wenigen Hüben willig in die Tubeless-Flanken. Entgegen der Empfehlung der Vredestein-Homepage sowie dem sichtlich falschen Aufdruck "min 8 Bar / max 10 Bar" am Reifen selbst, pumpte ich sie auf 5 Bar vorne und 5,5 Bar hinten auf. Als Schlauch wählte ich einen Butyl-Lite-Schlauch von Conti mit 78 g, inklusive der hauseigenen Ventilverlängerung. Die deutsch-niederländische Kombi überzeugte mit ausgezeichnetem Rundlauf, gutem Pannenschutz und hielt den Druck über Tage, sogar Wochen.

Vredestein Senso Superiore

Bauart Faltreifen
Ausführung Tube Type
Mischung TriComp-Mischung mit Allwetter-Silica (AWS)
Karkassendichte 320-TPI-Baumwollkarkasse
Pannenschutz Polycotton-Pannenschutz
Farbe Schwarz/Schwarz oder Schwarz/Naturflanke
Dimensionen 23-622 (700x23C)
25-622 (700x25C)
28-622 (700x28C)
Reifenbreite 700x25C: 27,0 mm gemessen bei 5,5 Bar und 18 mm Felgeninnenbreite
Reifendruck 23-622: 6 - 10 bar
25-622: 6 - 10 bar
28-622: 6 - 8 bar
Einsatzzweck Training, Wettkampf, alle Wetter-Bedingungen
Gewicht Reifen 23x622: 220 g
25x622: 235 g (229 Gramm gewogen)
28x622: 280 g
Preis € 69,95 (UVP) Österreich
€ 69,95 / € 71,95 / € 74,95 (UVP) restliche EU

Fahreindrücke

Von ihrem nur durchschnittlichen Rollwiderstand einmal abgesehen, war ich schon immer ein großer Fan der vollständig vulkanisierten Senso-Faltreifen - denn zusätzlich zum hervorragenden Grip bei trockenem und nass-kaltem Wetter hatte ich niemals Pannen oder sonstige Probleme. Mit dem Fortezza Senso Superiore haben die Holländer nun auch einen besonders schnellen Vertreter im Sortiment.

Leider sind selbst ein Jahr nach ihrem Erscheinen noch keine RoWi-Ergebnisse im Netz zu finden. Theoretisch würde ich ihre RoWi-Performance knapp unter dem Niveau eines Specialized Turbo Cottons aufgrund seiner dünneren Lauffläche in 24 mm einordnen. Denn wie es der Zufall will - oder auch nicht - kaufen sowohl Specialized als auch Vredestein ihre 320-TPI-Polycotton-Karkassen beim gleichen thailändischen Anbieter zu bzw. lassen ihre Reifen bei diesem (end-)fertigen. Andererseits konnte ich bezüglich ihres Abrollverhaltens keinen signifikanten Unterschied zu den 24 Millimeter Turbo Cottons ausmachen.


Härtetest: Ungeachtet dessen, dass die Senso Superiore für Schnee, Eis und Streusplitt die absolut falsche Wahl waren, ließ sich nach einem plötzlichen Wintereinbruch eine Gewaltfahrt durchs Waldviertel nicht vermeiden. Natürlich war auf dem rasch zugefrorenen Boden das Vorwärtskommen, Steuern und Bremsen nahezu unmöglich, und so suchte ich permanent nach jedem noch so schmalen Streusplitt-Streifen. Die Angst vor der drohenden Dunkelheit, geschweige denn vor einem Sturz, wog schwerer als der Schiss vor einem Platten, obwohl ich diesen mit meinen eingefrorenen Fingern ohnehin nicht hätte richten können. Ein Ritt auf des Messers Schneide bei Einbruch der Dämmerung, Schneefall, -7 Grad, leerem IPhone Akku und ohne Licht.

Wie ihr euch denken könnt, ging die Feierabendrunde glimpflich aus. Und obwohl diese einmalige Grenzerfahrung auch nicht viel über die tatsächliche Pannenschutz-Performance aussagt, war ich (angenehm) überrascht, dass die Senso Superiore den Ausflug unbeschadet überstanden haben. Ich hätte jede Sekunde mit der drohenden Reifenexplosion gerechnet. Auch das Vorurteil, dass sich Baumwollkarkassen mit Wasser vollsaugen, bestätigte sich nicht, was wohl an der speziellen Latex-Imprägnierung liegen dürfte; jedenfalls konnte ich bei bzw. nach Regen- und Schneefahrten keinerlei negative Effekte feststellen.

Fazit

Vredestein Senso Superiore
Modelljahr: 2017
Testdauer: August '17 - Juni '18
+ Mörder Grip
+ Hoher Komfort
+ Niedriger RoWi
+ Hohe Laufleistung
o Guter Pannenschutz
- Preis
BB-Urteil: Ein würdiger Reifen für Performance-Laufräder.

Die Senso Superiore ließen sich per Hand montieren und gefielen mit ihrer Unkompliziertheit. Zudem fühlte sich mein Rad nach dem Upgrade enorm spritzig und schnell an. Für diesen subjektiven Gesamteindruck zeichnete vermutlich die Kombination aus dem haptischen Feedback vom Untergrund (über Rahmen und Lenker) und dem intensiven "Sch-Sch-Schhhhh"-Abrollgeräusch verantwortlich. Und dennoch versprühte mein DT-Swiss-PRC-Reifensystem auch mit Butyl-Schläuchen ein wahres Hochprofil-Race-Flair mit flotter Gangart, messerscharfer Lenkpräzision und Wahnsinnsgrip in den Kurven - selbst bei Nässe.

Obwohl die Pannenschutz-Einlage laut Hersteller geringer als bei den normalen Sensos ausfällt, besitzt der Reifen eine erstaunlich robuste Lauffläche und Seitenwand.

Selbstverständlich hätte sich der Komfort mit einem würdigen Latexschlauch noch steigern und der RoWi etwas senken lassen, aber ohne jegliche Rennambitionen war mir dieser Schritt mit Vollcarbonlaufrädern (Stichwort Hitzeentwicklung an den Bremsflanken) dann doch zu riskant.


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  1. #1
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Vredestein Senso Superiore

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  2. #2
    Schokoholiker Avatar von chriz
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    Bin eh schon lange auf der Suche nach einem guten Reifen mit brauner Flanke. Nur die 140.- für den Satz schreckt mich noch ein wenig ab. Was verstehst unter "Hohe Laufleistung" ?

  3. #3
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Bin sie noch nicht tot gefahren. Zeigen aber keinerlei Spuren nach etwa 1.500km (reine Schätzung). Da sie mehr Profiltiefe haben sollten, als die Turbo Cottons, sollten sie auch länger halten. Die normalen Senso (theoretisch mit der gleichen Lauffläche), sind "nicht" umzubringen.

  4. #4
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    Darf man das Systemgewicht erfragen? (Es warat als Vergleichswert wegen dem Reifendruck)
    Mein Systemgewicht beträgt derzeit 86kg - leider ohne Trinkflasche - bekleidet fahrfertig samt Radl!
    Mich stört nur mein Hang zur Diktatur!

  5. #5
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    Ich hab die auch schon länger im Auge, warte aber noch auf den Rollwiderstand - leider ist mir kein Test bekannt.


    Zitat Zitat von chriz Beitrag anzeigen
    die 140.- für den Satz schreckt
    -> https://www.mantel.com/at/vredestein...periore-reifen

  6. #6
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Ich wiege 69 kg. 8 Kilo das Rad mit Trinkflaschen/Garmin/Pedale. Den Rest kann ich nur schätzen. Also wohl knapp unter 80 Kilogramm

  7. #7
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    Danke - ich werds mit 6 bzw 6.5 Probieren um die Mehrmasse abzufedern!
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  8. #8
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Ich machs immer so: Vor jeder Ausfahrt reduziere ich den Druck um ein halbes Bar und schau dann was geht. Sobald es mir den Reifen von der Felge zieht, kenne ich den Minimaldruck. Nach der Gipsentfernung und der Laufradreparatur, pump ich immer 0,5 Bar mehr rein und hab meinen perfekten Sweet Spot gefunden.

  9. #9
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    Ah - ich habe verstanden - du spritzt Gips in die Reifen - sehr raffiniert!
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  10. #10
    Marin
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    plastercore!

  11. #11
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Ich fahr den Reifen nun auch seit ein paar hundert Kilometer und bin sehr zufrieden damit. Super Grip, Feedback und rollt gefühlsmäßig verdammt gut. Und obwohl ich jeden Tag ein paar hundert Meter Schotter fahren muss hat die Lauffläche noch keine Schnitte.*
    Bei einem Systemgewicht von knapp unter 90kg fahr ich vorne 6, hinten 6,5bar. Ist mehr als ausreichend! Felge ist eine Dt-Swiss ARC, effektive Reifenbreite ca 26,5mm
    Edit: meine haben ebenfalls exakt 229g gewogen
    Geändert von NoFlash (04-06-2018 um 18:17 Uhr)

  12. #12
    Registrierter Benutzer Avatar von CaptainSangria
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    Habt ihr eine Ahnung wie er sich gegen den All Weather schlägt?
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  13. #13
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Es ist mehr oder weniger ein All Weather (AWS Mischung). Nur eben mit dünnerem Pannenschutz und der geschmeidigen Karkasse.

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von CaptainSangria
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    Ok, denn das war bis jetzt der geilste Reifen (tubular) den ich hatte. (Noch besser war der Xtreme)
    Aktuell habe ich den Corsa von Vittoria oben. Im Regen ist der ihm ebenbürtig.
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  15. #15
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